Gedanke zur Zeit

Wir durchleben im Moment eine sehr schwierige Zeit. Unser Leben wird immer teurer. Strom ,Heizung ja selbst Lebensmittel haben eine gigantische Teuerung erfaren. An die nächste Nebenkostenabrechnung wollen wir nicht einmal denken. Dazu kommt noch, das unsere Stadt seit Langen eine einzige Baustelle ist. Vom Markt aus ist unsere Kirche nur noch sehr beschwerlich zu erreichen. Auch so kann man hier weder vernünftig Fahren Parken ja sogar Laufen. Unsere Nerven liegen blank. Man sieht kein Lächeln mehr in den Gesichtern. Wie gehen wir als Christen damit um? Suchen wir Schuldige denen wir das in die Schuhe schieben können? Unsere Bundesregierung? Unsere Stadtverwaltung? Mit Sicherheit würden wir da die Richtigen finden doch was bringt uns das? Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht so genau. Wichtig wäre es wieder miteinander zu reden, gemeinsam Lösungen zu finden, für Einander beten und natürlch auch da sein. Mich persönlich trifft diese Zeit sehr hart und ich fände es schön wenn mir Einer auf die Schulter klopft und ein freundliches "Wird schon" oder ein " Ich bete für Dich " übrig hat. Auf Gott vertrauen. Jawohl. Das ist es. Ich glaube anders hätte ich es nicht bis hier her geschafft. Lasst uns bitte in diesen schweren Zeiten Gemeinde sein. Lasst uns für Einander da sein. Für Einander beten. Ich glaube so können wir es schaffen und was wir nicht schaffen tut der liebe Gott.

                                                                                                                                                      Ingolf Seidler

 

Was macht eigentlich einen Christen aus ?

Ich habe in meiner Zeit so einige Erfahrungen machen dürfen. Da gibt es Menschen, die machen eigentlich Alles Richtig. Es wird sich ordendlich und zur richtigen Zeit bekreuzigt, man verbeugt sich vor dem Altar, bei der Kommunion stimmt jeder Schritt. Sehr vorbildlich. Allerdings schauen sich diese Menschen dann auch sehr genau um und beobachten genau. Und wehe es macht jemand einen Fehler... Dann wird zuechtgewiesen, getadelt, belehrt. Von Menschlichkeit ist da leider nur wenig zu spüren. Die anderen Menschen machen halt mal einen Fehler, schwatzen vor und nach dem Gottesdienst bisschen zu laut und verpassen vieleicht mal eine Verbeugung an der richtigen Stelle. Aber genau diese Menschen können dann vergeben, sind freundlich, haben Mitgefühl und fast immer ein gutes Wort für die Mitmenschen übrig. Diesen Unterschied gibt es nun nicht nur in der Kirche sondern auch im täglichen Leben. Welcher Schlag Menschen würde wohl Gott besser gefallen? Die durchweg Ordentlichen oder die schlacksichen Netten? Und warum geht eigendlich nicht Beides? Vieleicht können wir beide Seiten etwas zusammenrücken.. Die Einen weniger Fehler machen und die Anderen besser verzeihen. Den Rest vergibt uns dann Gott. Ich glaube so könnte es funktionieren und das würde dann auch dem lieben Gott gefallen!

                                                                                       Gedanke zur Zeit von Ingolf Seidler

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Gedanken und Bilder : Pfarrer Andreas Mittmann Autor : Ingolf Seidler